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Erwachsene
Für gerade Zähne
ist es nie zu spät.
Zähne lassen sich in jedem Alter bewegen, solange Zahnfleisch und Knochen gesund sind. Der Unterschied liegt nicht im Alter, sondern in der Vorbereitung.
Die Vorstellung, Kieferorthopädie sei etwas für Zwölfjährige, hält sich hartnäckig. Biologisch ist sie falsch: Zähne lassen sich in jedem Alter bewegen, solange Zahnfleisch und Kieferknochen gesund sind. Der Unterschied zwischen einer Behandlung mit 14 und einer mit 44 liegt nicht in der Machbarkeit, sondern in der Vorbereitung.
Was bei Erwachsenen möglich ist
Bei Kindern kann man Kieferwachstum lenken. Bei Erwachsenen ist das Wachstum abgeschlossen – man arbeitet also mit dem Knochen, der da ist, und bewegt Zähne darin. Das schränkt bestimmte Behandlungen ein, aber weniger als oft angenommen.
- Engstände und Lücken lassen sich in der Regel gut korrigieren – der häufigste Grund, aus dem Erwachsene kommen.
- Rückfälle nach einer Kinderbehandlung sind meist mit vergleichsweise geringem Aufwand zu korrigieren, weil die Zähne dort schon einmal gestanden haben.
- Vorbereitung für Zahnersatz: Vor Kronen, Brücken oder Implantaten lassen sich Zähne in eine Position bringen, die die späteren Arbeiten überhaupt erst sinnvoll macht.
- Fehlstellungen mit funktionellen Folgen – ungleichmäßige Abnutzung, überlastete Einzelzähne, Belastung der Kiefergelenke – sind ein medizinischer und nicht nur ästhetischer Behandlungsgrund.
- Ausgeprägte Kieferfehlstellungen lassen sich bei Erwachsenen nicht mehr durch Wachstumslenkung beeinflussen. Hier ist eine kombinierte kieferorthopädisch-chirurgische Behandlung erforderlich, die wir gemeinsam mit einer Kieferchirurgie planen.
Welche Apparatur infrage kommt, hängt vom Befund ab. Für viele Erwachsene sind unsichtbare Aligner die naheliegende Wahl, weil sie im Berufsalltag kaum auffallen. Bei umfangreicheren Korrekturen ist eine festsitzende Apparatur oft das präzisere Werkzeug. Welche Varianten wir in Ihrem Fall anbieten, besprechen wir konkret in der Beratung.
Was vorher stimmen muss
Das ist der eigentliche Unterschied zur Behandlung bei Kindern. Bei Erwachsenen entscheidet der Zustand des Zahnhalteapparats darüber, was geht.
Gesundes Zahnfleisch
Eine Parodontitis muss behandelt und stabil sein, bevor Zähne bewegt werden. Zähne durch entzündetes Gewebe zu bewegen, beschleunigt den Knochenabbau. Das ist keine Formalie, sondern die wichtigste Voraussetzung überhaupt.
Kariesfreie Zähne
Offene Stellen werden vorher von Ihrem Zahnarzt versorgt. Unter einer festsitzenden Apparatur ist eine Behandlung deutlich aufwendiger.
Ausreichendes Knochenangebot
Wie weit ein Zahn bewegt werden kann, hängt davon ab, wie viel Knochen ihn umgibt. Das beurteilen wir im Röntgenbild – von außen ist es nicht zu sehen.
Bestehender Zahnersatz in der Planung
Kronen und Brücken lassen sich einbeziehen. Implantate sind fest im Knochen verankert und lassen sich nicht bewegen – sie gelten in der Planung als Fixpunkte. Deshalb sollten Kieferorthopädie und geplanter Zahnersatz in der richtigen Reihenfolge abgestimmt werden.
Warum Erwachsene zu uns kommen
Es hat immer gestört
Als Kind gab es keine Behandlung, oder sie wurde abgebrochen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man es für sich selbst erledigen will.
Die Zähne sind zurückgewandert
Nach einer Kinderbehandlung ohne dauerhafte Retention wandern Zähne über Jahre zurück. Sehr häufig, und meist gut korrigierbar.
Der Zahnarzt hat es angesprochen
Ungleiche Abnutzung, überlastete Einzelzähne, immer wieder dieselbe Problemstelle – oft kommt der Anstoß aus der zahnärztlichen Kontrolle.
Vor größerem Zahnersatz
Steht eine Krone, Brücke oder ein Implantat an, lohnt es sich, vorher die Zahnstellung zu klären. Danach ist es schwerer.
Beruflicher Anlass
Wer viel präsentiert, filmt oder verkauft, entscheidet sich häufig für eine unauffällige Lösung – und genau deshalb erst als Erwachsener.
Putzen ist mühsam
Stark verschachtelte Zähne sind schwer zu reinigen. Eine Korrektur ist dann auch Vorbeugung gegen Karies und Zahnfleischprobleme.
Dauer und Kosten
Die Behandlungsdauer folgt dem Befund, nicht dem Alter. Kleinere Korrekturen im Frontzahnbereich können in wenigen Monaten abgeschlossen sein, umfangreiche Umstellungen dauern deutlich länger. Eine belastbare Zahl nennen wir nach der Diagnostik – vorher wäre sie geraten.
Bei den Kosten ist die Lage für Erwachsene klar: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen nur bei schweren Kiefer- oder Zahnfehlstellungen, die eine kombinierte kieferorthopädisch-chirurgische Behandlung erfordern. In allen anderen Fällen ist die Behandlung eine Privatleistung. Was den Preis bestimmt und welche Rolle eine Zahnzusatzversicherung spielt, steht auf der Seite Kosten und Finanzierung.
Termine trotz Vollzeitjob
Der häufigste Einwand von Erwachsenen ist nicht der Preis, sondern die Zeit. Zwei Dinge helfen: Wir haben montags bis 19 Uhr geöffnet, und ein Teil der Verlaufskontrollen lässt sich per DentalMonitoring von zu Hause erledigen – Sie scannen mit dem Smartphone, wir beurteilen.
Ihre Ausgangslage klären
Ob und wie bei Ihnen behandelt werden kann, zeigt sich im Scan und im Röntgenbild – nicht im Spiegel. Im ersten Termin machen wir beides und sagen Ihnen ehrlich, was möglich ist, auch wenn die Antwort lautet: erst zum Zahnarzt, dann zu uns. Der Ablauf steht auf der Seite Erstberatung.
Häufige Fragen
Bin ich mit 45 zu alt für eine Zahnspange?
Zahlt die Krankenkasse bei Erwachsenen?
Wie lange dauert eine Behandlung als Erwachsener?
Meine Zähne haben sich nach der Kinderbehandlung wieder verschoben.
Kann ich behandelt werden, wenn ich Kronen oder Implantate habe?
Muss ich vorher zum Zahnarzt?

Termin
Sehen wir uns Ihren Fall an.
Ehrliche Einschätzung, auch wenn sie lautet: erst behandeln, dann bewegen.